Eine Lanze für den Dilettantismus

Es gibt im Netz ja Unmengen an Blogs von wirklich guten, oft professionellen Zeichnern. Aber was ist mit den noch viel zahlreicheren Anfängern, Nicht-wirklich-Künstlern und Mir-egal-ich-machs-trotzdem-Hobbyisten? All die Leute, die wie ich ein Zeichenlernbuch nach dem anderen durchblättern und wieder weglegen, weil man eigentlich immer schon zeichnen können muss, um die Tipps befolgen zu können?

Schon klar, die Welt quillt über vor lauter großartigen Bildern, besser als alles, was man selbst jemals aus dem Bleistift wringen kann. Warum dann also noch unausgereiftes Zeug in die Welt setzen?

Da ist es wieder, das gute alte Leistungs- und Wettbewerbsdenken.

Etwas bestmöglich machen zu wollen ist eine Sache. Aber ich höre auch nicht mit dem Marathonlaufen auf, nur weil die Weltspitze eine Stunde (na gut, etwas mehr) vor mir im Ziel ist. Warum nicht? Weil mich das Laufen an sich begeistert, Zufriedenheit erzeugt, mich fit hält, ich an die frische Luft komme und meine Grenzen erweitern kann. Und der gelegentliche Wettkampf spornt zu persönlichen Bestleistungen an. Na also.

So funktioniert es auch mit dem Stift: Ich habe mehr von der Welt, wenn ich sie ganz genau ansehe, und mir Strich für Strich auf dem Papier zusammensetze. Ab und zu lerne ich begeistert einen neuen Dreh, wie ich etwas in ein Bild übersetzen kann. Die Konzentration beruhigt den Kopf, und ein prallvolles Skizzenbuch ist ein schöneres Andenken, als es eine Handy-Fotosammlung jemals sein kann. (Fotografen halten sich da jetzt mal raus.)

In diesem Blog versammele ich meine zeichnerischen Aha-Erlebnisse, Missgeschicke und Erfahrungen. Ich hoffe, ihr findet vielleicht hier und da etwas, das euch weiterbringt und / oder motiviert.

Erster Tipp: Katzen angucken entspannt.
piehobbes
Viel Spaß!
Advertisements

2 Gedanken zu “Eine Lanze für den Dilettantismus

  1. Deine Gedanken unterstreiche ich voll und ganz (auch und vor allem das mit den Katzen :D). Ich genieße es auch sehr, privat (also auch für den Blog) „einfach so“ zu zeichnen. Da ist dann vielleicht ein Fuß ein Klumpen oder eine Hand eine Flosse, aber jeder weiß, dass es an entsprechender Stelle ein Fuß oder eine Hand sein soll, also darf es so bleiben! Sich da ein den Druck selbst rausnehmen finde ich auch ziemlich entspannend – langfristig sogar übers Zeichnen hinaus.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s