Reflektionen

Heute habe ich mal ein wenig in der Mappe mit den alten Übungsskizzen gestöbert, und doch einige interessante Dinge zutage gefördert. Das ist alles von 1996, kaum zu fassen.

OldSketch-1Meine Einstellung zum Zeichnen damals zeigt glaube ich sehr schön diese Übung, die darin bestand, das Cover des Buchs abzuzeichnen, das ich da gerade abgearbeitet habe. Zeichnen ist Arbeit, und man muss ordentlich dabei schwitzen :-/ Ich habe noch das Gefühl von Mühsal und Erschöpfung in Erinnerung, wenn ich nach Stunden mal wieder eine einzige Skizze geschafft hatte, und die bohrende Frage: Muss das eigentlich so sein? Geht das nicht auch lockerer? Unnötig zu erwähnen, das ich nicht mal ansatzweise die 500(!) Übungen durchgeackert habe. Danach kam lange nicht mehr viel.

Schön sind allerdings die nostalgischen Momente, die einige der Skizzen heute hervorrufen. Wie beispielsweise das Wiedersehen mit einem alten Lieblingssweatshirt, Lieblingsschuhen, meinem damaligen Lieblingsjoystick (ja, da war ich noch ein ordentlicher Nerd), und, äh,… nicht meine…

OldSketch-2OldSketch-12OldSketch-10OldSketch-5

Ganz nett auch mein erster eigener Wohnungsschlüssel, ein Paar Stahlsocken(?), und eine Sonnenbrille (in Kohle), an die ich mich nicht recht erinnern kann. Hab ich sowas mal besessen?

OldSketch-7OldSketch-11OldSketch-8

OldSketch-13 Mit Farbe hab ich mich nicht befasst. Ich fand immer, das ich erst mal Form und Licht und Schatten meistern müsste. Das sehe ich heute nicht mehr ganz so streng (dazu mal in einem späteren Beitrag mehr). Einzige Ausnahme war offenbar diese Buntstiftvase.

Was kann man all dem entnehmen?

  • Fleißig üben ist gut und notwendig, aber wenn es zu sehr in Arbeit statt Spaß ausartet, geht das langfristig nicht gut.
  • All den alten Kram unbedingt aufheben! Weil:
  • Der Erinnerungswert ist riesig. Würde ich dasselbe bei einem Foto meiner alten Schuhe empfinden? Wohl kaum.
  • Als persönliche Referenzpunkte sind die Skizzen ebenfall wertvoll. Ich könnte nicht sagen, das ich heute „besser“ bin als damals (hätte ich die letzten 20 Jahre kontinuierlich weitergemacht… hab ich aber nicht). Meine Herangehensweise ist allerdings ganz anders, und das Nachdenken darüber bringt auch schon einiges.
Advertisements

Ein Gedanke zu “Reflektionen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s