Fellknäuel

Gestern habe ich eine gemeinsame Ausstellung der Zoologischen Sammlung und des Münchener Zoos besucht, unter anderem mit vielen, vielen umwerfenden Tierzeichnungen und -gemälden. Derart angestachelt habe ich mir auch mal wieder ein Tier vorgeknöpft, und bei der Gelegenheit ausprobiert, wie man das mit dem Fell in Gimp wohl  hinbekommt.

Hier mein Erdmännchen auf Wachtposten:

erdmaennchen

Für eine grundlegende Fellstruktur kann man in Gimp (oder Photoshop, oder was auch immer) ganz wunderbar mit dem „Verwischen“-Tool und einem passenden Pinsel arbeiten, und damit die Strähnen „ausziehen“. Man muss allerdings auch immer wieder definiertere Linien einfügen, damit am Ende nicht nur unscharfer Matsch herauskommt.

Pelzig, oder?

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Die trunkene Alte

… ist eine der großartigsten Skulpturen in der Münchner Glyptothek. Ich habe mich hier mal eine Weile ausgiebig mit den Schattierungen an Kopf und Schultern befasst.

Schade, dass Skulpturen-Nasen die Jahrhunderte nie so recht überstehen. Man gerät direkt in Versuchung, einfach eine zu erfinden 🙂

trunkene-alte

Auge in Farbe

Neulich hatte ich ja schon einen Beitrag mit ein paar skizzierten Augen. Zur Übung meiner Digitalkünste habe ich mal ein Auge in Farbe erstellt – mit GIMP und Grafiktablett:

digi-auge

So ganz zufrieden bin ich damit noch nicht, aber irgendwann muss man ja auch mal aufhören… Der Hautton passt nicht so ganz, und der Augapfel sticht ein bisschen hart hervor. Das ist alles ein reichlich subtiles Spiel mit Farbabstufungen und Schatten, da habe ich noch einiges zu lernen. Aber wenn das Eichhörnchen sich auch mühsam nährt, am Ende wird die Nuss dran glauben müssen 😉

 

Digital Painting – auf geht’s!

In den letzten Tagen habe ich eifrig Tutorials zum Thema „Digital Painting“ inhaliert. Wenn man Bilder komplett im Malprogramm am Rechner erzeugen will, gibt es ungefähr so viele Vorgehensweisen wie  Künstler… manche verwenden mehr technische Photoshop-Finessen, andere weniger. Für mich liegt die Herausforderung eher noch im Malen an sich – farbige Flächen statt Linien, das ist schon ein gewaltiger Unterschied zum Zeichnen. Hier ist mein erster Versuch, entstanden in GIMP:

digi-dragon

Ganz grob war die Reihenfolge so:

  1. grobe Skizze stricheln
  2. auf einer neuen Ebene den Drachen mit Grauwerten ausmalen
  3. auf einer weiteren Ebene die Farben anlegen, wobei der Ebenenmodus die Helligkeiten von der darunterliegenden Ebene übernimmt
  4. die Ebenen vereinen, und am farbigen, schattierten Bild die Details ausarbeiten

Der Hintergrund liegt auf einer eigenen Ebene ganz hinten.

Die Trennung von Schattierung und Kolorierung hat mir sehr geholfen. Von Anfang an die richtigen Farben in der richtigen Helligkeit zusammenzumischen hätte mich wohl restlos überfordert.

Außerdem habe ich an diesem Tag wohl so viel über GIMP gelernt, wie die letzten zehn Jahre nicht 🙂

 

Kleine Knochen

Das hier ist eine Bleistiftstudie von Wirbelknochen eines, äh, kleinen Wirbeltieres. An einem Lederriemen zusammengebunden. Ein Steinchen ist auch noch dran. War gar nicht so einfach die Formen in der Zeichnung verständlich zu halten – hoffe es ist soweit erkennbar 🙂

kleineknochen

Interessanterweise scheine ich nicht in der Lage zu sein, kleine Gegenstände vergrößert zu zeichnen. Verkleinern ist man ja gewohnt – so ein Elefant ist nun mal nicht anders auf’s Papier zu kriegen. Aber diese winzigen Knochen (ca. 3 cm) habe ich eigentlich unnötigerweise in Originalgröße abgebildet. Was das Schattieren der fummligen Details nicht unbedingt vereinfacht.