Urviecher

Wie hat sich die Tieranatomie bis zum heutigen Stand entwickelt, und welche Variationen hat die Evolution dabei durchgespielt? Wie groß ist die Bandbreite beim Entwurf von fantastischen Kreaturen, die existieren könnten? Um dem nachzugehen, hab ich mich die letzten Wochen durch ein Wirbeltierpaläontologiebuch gearbeitet. Spannend!

Vor allem: Faszinierend, wie über die Jahrmillionen quasi kein Knochen auf dem anderen geblieben ist, aber einige wenige grundlegende Baupläne sich durchgesetzt haben.

Einige der interessanteren Skelett-Varianten habe ich nachskizziert. Hier eine Auswahl:

Dinosaurierschädel mit den abstrusesten Knochenkämmen…

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… dreieckige Schädel, Rippen als Gleitflügelunterbau…

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… ein gigantisches Gürteltier im LKW-Format (mein persönlicher Favorit)…

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… nahe Verwandte unserer heutigen Pferde und Tapire, mit Hörnern, Krallen und Hufen.

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Wäre sicherlich spaßig (und ziemlich anspruchsvoll), sich mal an Rekonstruktionen der Tierchen in ihrer damaligen Umgebung zu versuchen.

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iPad-Recycling: Leuchttisch(chen)

Bin nicht sofort drauf gekommen, aber eigentlich liegt der Gedanke ja nahe: mein uraltes iPad 1, für nichts mehr wirklich nützlich, kann immer noch prima leuchten. Also krieg ich doch noch einen günstigen Leuchttisch ohne großes Gebastel!

Nun mache ich ja mittlerweile die Comic-Vorzeichnungen an meinem niegelnagelneuen kleinen iPad Pro mit Stift. Auf dem iPad-Leuchttisch kann ich das Bild praktischerweise direkt anzeigen und auf Papier übertragen. Problematisch ist dabei allerdings der Touchscreen, der auch noch durch das Papier hindurch munteres Zoomen und Verschieben des Bildes bewirkt. Erstaunlicherweise habe ich auch keine App gefunden, die ein Bild anzeigt und nicht auf Berührung reagiert. Also: selber schreiben! Die erste funktionierende Version meiner App sieht dann so aus:

ipad-leuchttisch

Ausgesprochen simpel – man lädt ein Bild, und verschiebt, skaliert und dreht es passend hin. Der eigentliche Clou ist der „Lock“-Button, der das Bild festnagelt, so sehr man auch mit der Hand auf dem Display herumrutscht. Verlässt man die App mit der Home-Taste am Gerät und reaktiviert sie dann, ist die Interaktion wieder eingeschaltet.

Sobald ich die App etwas aufgehübscht habe, werde ich sie im App Store zur Verfügung stellen. Falls jemand von euch sich dafür interessiert, und noch Wünsche oder Vorschläge hat, ich bin ganz Ohr 🙂

 

Stadtansichten

Es ist schon ein Kreuz – da hab ich mich in letzter Zeit schwer ins Zeug gelegt, um menschliche Proportionen und Posen besser hinzubekommen… und dann stellte ich neulich fest, dass eine perspektivische Hausansicht mir auch schon wieder schwerfällt.

Also hab ich die Zeit zwischen den Aprilschneestürmen genutzt, um einfach mal direkt vor der Haustür ein wenig Umgebung zu skizzieren. Ich bin sonst kein großer Freund von Architekturskizzen („Wie viele Fenster hat das Ding denn noch?“), aber mit der Beschränkung auf die wesentlichen Linien macht es durchaus Spaß. Da fällt mir auf, dass ich damit ja total in der Trendsportart „Urban Sketching“ angekommen bin 🙂

prinzregenten am-friedensengel gasteig

Sehr erstaunlich auch, wie anders das Zeichnen von großen Umgebungen ist – ich unterschätze die perspektivische Verzerrung immer um Einiges („das kleine Schild hier vorne ist auf dem Bild größer als das Haus da?!“).

Für ein paar kleinere Detailskizzen war auch noch Zeit:

fahrrad-bank

Mach ich jetzt auf jeden Fall wieder öfter. Lange Motivsuche überflüssig – auf die Straße gehen, Stift raus, los geht’s!