Ying

Hallo Leute,

bei all dem Wahnsinn in der Welt muss auch mal Platz sein für eine persönliche Gedenkminute für einen kleinen Freund. Anfang der Woche ist im Tierpark Hellabrunn hier in München der Rote Panda Ying im Methusalem-Alter von 16 Jahren verstorben. Ich werde ihn sehr vermissen. Ohne ihn würde wohl auch mein Comic so nicht existieren. Mach’s gut!

Ying

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Gemischtwaren Teil 2

Mein SkillShare-Projekt und der Comic halten mich zeichnerisch grad ganz gut in Atem. Noch zwei Wochen, dann bin ich mit den Skizzen wieder auf mich gestellt. Ob ich es wohl schaffe, die neue tägliche Gewohnheit aufrechtzuerhalten? Oder gar auszubauen? Hier die Ausbeute der letzten Woche:

cyborgeye

Ein Cyborg-Auge, das ich früher schon mal grob skizziert hatte. Hab in letzter Zeit viel Star Trek Voyager geguckt, und dachte mir, so ein bisschen Seven Of Nine – artiger Augenschmuck könnte da gut passen.

characters

Zufällig gezogenes Thema „characters“ – ein zweideutiger Begriff. Also hab ich mal versucht, beide Bedeutungen unter einen Hut zu kriegen. Nach A bis P war die Seite voll.

elephant

Zufällig gezogenes Thema „wild animals“. Ich hatte keine Lust, von einem Foto abzuzeichnen, und keine Zeit in den Zoo zu gehen. Aber diesen aus dem Ei schlüpfenden Elefant konnte ich noch aus dem Kopf nachzeichnen, so wie ich es mal beobachtet habe, ich schwöre!

madonna

Die zufälligen Themen sorgen schon ganz gut für Abwechslung, aber dennoch: Zu einem bestimmten Thema suche ich mir doch gerne ein „bequemes“ Malwerkzeug. Hier habe ich mal als Zufallsthema „Portrait“ und als zufälliges Werkzeug meinen Wasserpinsel gezogen. Den hab ich dann mit stark verdünnter Tusche gefüllt, und mich an dieses Portrait gesetzt. War ganz interessant, sich von hell nach dunkel durch zig-faches Drübermalen vorzutasten. Großartige Kontraste kriegt man damit allein nicht hin, hat aber auch seinen Reiz.

gratitude

Das Thema „gratitude“ hat mich erst mal ziemlich überfordert. Was für ein gewaltig aufgeladener Begriff! Wie macht man da keinen Kitsch? Letztendlich hab ich mich an die Comic-Regel gehalten, möglichst konkret zu sein, und diese ausgesprochen dankbare Maus gezeichnet.

bat

Das Zufallsthema „fruit“ hat mich auf „fruit bat“ gebracht, und das dann auf dieses schöne Foto in einem meiner Tierbildbände. Das ist zwar mehr oder weniger direkt von der Vorlage abgezeichnet, aber ab und zu finde ich das durchaus in Ordnung, gerade bei Tieren: Man kann sich in Ruhe mit den Details befassen, lernt etwas über die Komposition, die der Fotograf angelegt hat, und kann sich beim Übertragen in die jeweilige Zeichentechnik austoben (hier Fineliner).

Herbstlaub?

Nicht wirklich, sieht aber schon so aus, oder?

leaves

Ist ein schönes Beispiel dafür, wie Motive einem oft direkt vor den Füßen liegen. Hatte gestern einen kleinen Spaziergang mit Skizzenbuch unternommen, und eine schattige Bank zum Zeichnen gefunden. Irgendwann fielen mir die vertrockneten kleinen Blätter auf dem Boden vor mir auf. Je länger ich die skizzierte, desto interessanter wurde es. Schließlich haben mich dann doch die Mücken genervt, und ich bin nach Hause und hab das Ganze noch coloriert. Was zu einer kleinen Übung in Maskierflüssigkeit geriet.

Ouroboros

Einen Ouroboros wollte ich schon ewig mal zeichnen. Vor allem, seit ich gelernt habe, dass es solche Schwanzbeisser tatsächlich gibt! Cordylus cataphractus rollt sich bei Gefahr auf diese Art zusammen. Sieht natürlich nicht ganz so aus wie der hier:

ouroboros

 

 

Baumstämme

Gestern war ein toller Tag, um sich in einem schattigen Park vor Überhitzung zu retten, und mal wieder Bäume zu zeichnen. Habe zwei nette Hainbuchen entdeckt, deren Wurzeln und Stämme sich gut skizzieren ließen.

treetrunk1 treetrunk2

Bei Baumstämmen verliere ich mich gern zu schnell im Detail, und dann stimmt der Gesamteindruck nicht mehr. Bei diesen beiden konnte man prima erst die Struktur abbilden und dann detaillieren. Hainbuchen sind da sehr empfehlenswert!

 

Wenn die Routine zuschlägt…

… sollte man zurückschlagen! Ich bemühe mich ja seit einiger Zeit redlich, beim Zeichnen ordentlich am Ball zu bleiben, und immerhin, ich mache eigentlich gewohnheitsmäßig jeden Tag was.

Paradoxerweise stelle ich fest, dass dabei die Kreativität ein bisschen flöten geht – ich mache meinen Comic, ich zeichne meine Quickposes, ich gehe ab und zu raus und mache ein paar Skizzen.  Ist doch ganz OK?

Naja, aber anfangs hab ich einfach mehr rumprobiert, verschiedene Materialien, verschiedene Themen, etc. Da kam mir ein Projekt auf SkillShare grad recht, das darauf angelegt ist, einen jeden Tag zu etwas neuem im Skizzenbuch anzuregen. Das Konzept ist eigentlich simpel, da braucht man auch nicht unbedingt einen Kurs dazu: Man würfelt, je nach Laune, ein Mal-/Zeichenwerkzeug, ein Thema aus einer Stichwortsammlung, den Platz, an dem man arbeiten möchte, und / oder ein Zeitlimit (1-6 Minuten) aus. Und dann setzt man sich hin und macht das halt.

Da kommen natürlich nicht immer tolle Kunstwerke bei raus, aber ich habe mich in der letzten Woche jeden Tag mit etwas Ungewohntem befasst. Die Angst, dass mir einfach nichts zu einem Thema einfällt und ich meine Fantasielosigkeit eingestehen muss, lässt auch langsam nach 🙂 Alles in allem, eine echt empfehlenswerte Sache.

Hier die Skizzen der letzten Woche zur Illustration:

 

acrylundspiess

Acrylfarbe mit einem Schaschlikspieß (Aufgabe: ein ungewöhnliches Malwerkzeug)

douglasadams

Eine meiner Lieblingstextpassagen aus dem Hitchhiker’s Guide To The Galaxy, Douglas Adams (zufälliges Thema: inspirierende Worte)

monster

zufälliges Thema: Monster, in zehn Minuten (weil ich an dem Tag nicht mehr Zeit hatte)

muster

zufälliges Thema: Muster – eigentlich nicht so mein Ding, hatte aber was Meditatives

morgenammer

zufälliges Thema: Vögel – Eine Morgenammer nach einem Kalenderblatt, mit (zufällig gezogenes Malwerkzeug) Buntstiften

paprika

zufälliges Thema: Lebensmittel – rote Paprika in Aquarell und Tusche